Magnetresonanztomographie (MRT)

Radiologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Uder

Was ist im Vorfeld einer Magnetresonanztomographie zu beachten?

Für die Untersuchung in einem Kernspintomographen existieren vor allem aufgrund des starken Magnetfeldes und der auftretenden Impulse bestimmte Kontraindikationen:

  • Patienten mit Herzschrittmachern sollten generell nicht untersucht werden. Lediglich in seltenen Ausnahmefällen kann eine Untersuchung unter intensiver Überwachung durch Kollegen der Kardiologie erfolgen. Sollte eine Untersuchung zwingend nötig sein, setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit uns in Verbindung, um die Organisation zu klären.
  • Bei anderen Metallfremdkörpern (z.B. Stents oder anderen Implantaten) ist eine individuelle Klärung bzgl. der MRT-Tauglichkeit nötig. Versuchen Sie bitte im Vorfeld möglichst genau zu klären, welche Fremdkörper sich wo und seit wann im Körper befinden.
  • Die Untersuchung von Schwangeren sollte nur unter strenger Risiko-Nutzen-Abwägung erfolgen.

Bezüglich der Kontrastmittelgabe (i.d.R. gadoliniumhaltige Verbindungen) sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Allergische Reaktionen auf das i.v. KM sind im Gegensatz zu den jodhaltigen Kontrastmitteln deutlich seltener. Bitte erheben Sie dennoch eine genaue Anamnese und veranlassen Sie ggf. eine entsprechende Vorbereitung, wie bei jodhaltigen KM (siehe Kontrastmittel-Empfehlungen)
  • Bei stark Niereninsuffizienten Patienten (GFR < 15) muss eine besonders strenge Nutzen-Risiko-Abwägung und intensive Aufklärung über die sehr seltene Nebenwirkung einer nephrogenen systemischen Fibrose erfolgen.
  • Der Patient muss, insbesondere wenn die Untersuchung bekannt ist und stets gut toleriert wurde nicht zwingend nüchtern sein. Ein leichtes Frühstück beispielsweise stellt kein Problem dar. Eine Ausnahme bilden spezielle Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts (z.B. MRT-Sellink).
  • Wenn möglich, sollte der Patient insbesondere nach einer Abdomen-Untersuchung nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren, da die Gabe von Buscopan die Sehfähigkeit beeinträchtigen kann und ggf. mit Durchfällen aufgrund einer enteralen KM-Gabe zu rechnen ist.
  • Bitte geben Sie wichtige Vorbefunde und Voraufnahmen bereits zur Untersuchung mit.
 
 
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Zusammenfassung