Bauchorgane & Magen-/Darmtrakt

Radiologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Uder

Untersuchung der Bauchorgane und des Magen-/Darmtrakts

MRT-Untersuchung des Darms bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung (Morbus Crohn)

Einen der häufigsten Gründe für eine Untersuchung des Bauchraums stellen unklare Bauchschmerzen dar. Auch nach sorgfältiger Untersuchung durch Ihren behandelnden Arzt bleiben leider oft viele mögliche Gründe als Erklärung für die Beschwerden. Zur Bestätigung oder zum Ausschluss verschiedener Krankheitsbilder wird zunächst meist mit einer Ultraschalluntersuchung, evtl. in Kombination mit einer konventionellen Röntgenaufnahme des Bauchs begonnen. Mit diesen Verfahren können viele Erkrankungen bereits sicher ausgeschlossen werden. Sollten dennoch Unklarheiten verbleiben, wird gegebenenfalls nach Abwägung von Nutzen und Risiko zusätzlich eine Computertomographie des Bauchs angefertigt. Besonders in Notfallsituationen ist eine schnelle und zuverlässige Diagnose wesentlich für die weitere Behandlung, sodass das Risiko durch die Strahlenbelastung und eine evtl. nötige Kontrastmittelgabe in den Hintergrund rücken.

Ebenfalls mit der Computertomographie werden in der Regel so genannte „Staging“-Untersuchungen bei Tumoren durchgeführt. Diese Untersuchungen dienen der Erfassung des Ausbreitungsgrades einer Tumorerkrankung, um z.B. Absiedelungen (Metastasen) in anderen Organen möglichst früh zu entdecken. Mit Hilfe der CT kann hierbei der gesamte Körper mit hoher Genauigkeit und in kurzer Zeit (mit modernen Geräten i.d.R. in weniger als einer Minute) untersucht werden.

Die Magnetresonanztomographie als weiteres Schnittbildverfahren sollte an den Bauchorganen und am Darm nur bei speziellen und konkreten Fragestellungen durchgeführt werden. So bietet das Verfahren eine hohe Genauigkeit bei der Untersuchung der Leber, z.B. bei der Frage hinsichtlich des Vorliegens von Metastasen bei Tumorerkrankungen oder zur genaueren Einordnung unklarer Leberherde. Auch bei anderen, z.B. aus anderen Untersuchungsverfahren bekannten Herdbefunden / Tumoren lässt die MRT häufig eine ausreichend sichere Einordnung zu (z.B. unklarer Nierentumor). 

Hinsichtlich der Diagnostik des Magen-Darm-Trakts hat die MRT mittlerweile einen festen Platz in der Ausdehnungsbeurteilung bei Tumoren des Enddarms (Rektumkarzinom). Zudem lässt das Verfahren eine Untersuchung von endoskopisch nur schwer erreichbaren Darmabschnitten zu (v.a. Dünndarm, evtl. auch Dickdarm bei endoskopisch nicht passierbaren Engen). Insbesondere zur Untersuchung des Dickdarms stellt aber auch die im CT durchgeführte „Virtuelle Koloskopie“ in vielen Fällen eine Alternative zur invasiven Endoskopie dar. 

 
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