Ablauf der Untersuchung

Radiologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Uder

Wie läuft die Angiografie ab?

Der Patient liegt während der Angiographie auf einem speziellen Untersuchungstisch. Das Infektionsrisiko ist aufgrund des minimal-invasiven Zugangswegs gering. Dennoch werden vor Untersuchungsbeginn zunächst sowohl der Patient, als auch dessen unmittelbare Umgebung mit großen, sterilen Tüchern abgedeckt. Als Zugangsweg dienen in der Regel größere Blutgefäße wie z.B. in der Leiste oder in der Ellenbeuge. Diese werden mit einer speziellen Hohlnadel angestochen (punktiert). Über diesen Zugang werden anschließend ein dünner Draht und ein Schlauch in das betreffende Gefäß vorgeführt.

Über den Schlauch kann in der Folge das Kontrastmittel gegeben werden. Zudem können verschiedene kleinste Instrumente vorgeschoben werden um z.B. mittels eines aufblasbaren Ballons Engstellen in Gefäßen aufzudehnen. Falls nötig, können aufgedehnte Engstellen auch mit Gefäßprothesen (Stents) stabilisiert werden.

Nach der Untersuchung werden die eingebrachten Drähte und Schläuche entfernt und die Einstichstelle wird durch einen Arzt so lange komprimiert, bis das kleine Loch in dem jeweiligen Zugangs-Gefäß  vorläufig durch die Blutgerinnung verschlossen ist. Anschließend wird ein Druckverband angelegt. Mit diesem Verband muss der Patient längere Zeit strikte Bettruhe einhalten (je nach Größe des Zugangs bis zu 24 Stunden), damit sich das Loch im Gefäß vollständig verschließen kann und keine Nachblutungen auftreten.

Welche Komplikationen können bei der Untersuchung auftreten?

Risiken ergeben sich in erster Linie durch das Anstechen (Punktion) der Blutgefäße bzw. die durchgeführten Eingriffe. Mögliche Komplikationen sind z.B. Blutergüsse (Hämatome), Nachblutungen, Gefäßwandaussackungen (Aneurysmata) oder Fisteln.

Möglicherweise auftretende Komplikationen sind zumeist durch das gespritzte Kontrastmittel bedingt, welches in seltenen Fällen zu leichten allergischen Reaktionen führen kann. Ernstere allergische Komplikationen sind selten.

Bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion kann eine durch das Kontrastmittel bedingte Verschlechterung der Nierenfunktion resultieren. Deswegen wird vor der Kontrastmittelgabe im allgemeinen ein bestimmer Nierenfunktions-Laborwert („Kreatinin“) bestimmt. Bei erhöhten Kreatininwerten und weiterbestehender Notwendigkeit der Untersuchung wird ggf. eine Infusionstherapie zur Verbesserung der Ausscheidungsfunktion der Nieren eingeleitet.

Das verwendete Kontrastmittel enthält größere Mengen Jod, welches eine bestehende Schilddrüsenüberfunktion verschlechtern kann. Dies kann ebenfalls anhand von Laborwerten („TSH, fT3, fT4“) kontrolliert werden und negative Auswirkungen können medikamentös verhindert werden.

Bei der häufigeren Schilddrüsenunterfunktion ist die Kontrastmittelgabe unbedenklich.

Negative Auswirkungen der Strahlenbelastung sind bei jeder Röntgenuntersuchung ein unkalkulierbares Risiko. Deswegen wird die Untersuchung bei entsprechender Indikation nur dann durchgeführt, wenn der zu erwartende Nutzen gegenüber dem resultierenden Risikos infolge Unterlassens der Untersuchung überwiegt.

 
Standort

Dieses Untersuchungsverfahren wird an folgendem Standort durchgeführt:

 

 

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