Blutgefäßsystem

Radiologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Uder

Untersuchung des Blutgefäßsystems

Die häufigsten krankhaften Veränderungen an den arteriellen Blutgefäßen sind Ablagerungen  in den Wänden der Blutgefäße mit der Folge einer Einengung des Gefäßquerschnitts, bis hin zum vollständigen Verschluss. Je nach dem, welche Gefäße betroffen sind, können die Durchblutungsstörung und evtl. der komplette Durchblutungsausfall zu schwerwiegenden Schäden führen (z.B. am Herz zum lebensbedrohlichen Herzinfarkt). Frühe Beschwerden bei Gefäßverengungen an den Beinen sind in der Regel Schmerzen nach längerer Belastung durch die Unterversorgung der Muskulatur, bei fortgeschrittenen Formen evtl. auch bereits nach weniger als 100m Gehstrecke. Derartige Gefäßeinengungen, aber auch krankhafte Gefäßerweiterungen oder anderweitige Missbildungen und Gefäßverletzungen können mit mehreren radiologischen Verfahren sicher erkannt und teils auch behandelt werden. Dies betrifft sowohl das arterielle („Schlag-/ Pulsadern“), als auch das venöse („Blutadern“) Gefäßsystem.

Das empfindlichste und genaueste Verfahren zur Untersuchung der Gefäße ist die invasive Röntgenkontrastdarstellung (Angiographie), wobei über einen Gefäßzugang (meistens in der Leiste) durch dünnen Schlauch (Katheter) Kontrastmittel direkt in die Gefäße gespritzt wird,  unter Anfertigung von Röntgenbildern. Näheres zum Untersuchungsablauf finden Sie im Bereich Untersuchungsverfahren > Angiographie. Neben der hohen Genauigkeit liegt der Vorteil dieses Verfahrens darin, dass häufig in der gleichen Untersuchungs-Sitzung nach der Diagnose direkt eine entsprechende Behandlung vorgenommen werden kann (z.B. Aufdehnung von Engstellen).

Ballon-Angioplastie (PTA) am Unterschenkel bei einer Engstelle vor (links), während (mitte) und nach dem Eingriff (rechts)

Alternativen zu dieser invasiven Untersuchung bieten die Sonographie (Ultraschall) und die Schnittbildverfahren CT / MRT. Da diese wesentlich einfacher durchzuführen sind, stehen sie häufig am Anfang der diagnostischen Abklärung bei Beschwerden. In der so genannten CT-Angiographie wird jodhaltiges Röntgenkontrastmittel über eine Vene (i.d.R. am Arm) eingespritzt mit anschließender Anfertigung von Schichtaufnahmen der zu untersuchenden Körperregion. Hinsichtlich des Untersuchungsablaufs für den Patienten verläuft die Gefäßdarstellung im MRT ähnlich, wobei jedoch ein anderes, spezielles MRT-Kontrastmittel verwendet wird. In Einzelfällen kann z.B. bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion im MRT sogar ganz auf das Kontrastmittel verzichtet werden. Patienten mit Herzschrittmachern dürfen aufgrund des starken Magnetfeldes nicht im Kernspintomographen untersucht werden.

 
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